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Stmmstörungen bei Erwachsenen und Kindern (Dysphonien)

Definition: 

Als Stimmstörung bezeichnet man eine Beeinträchtigung der Stimm- und/ oder Atemfunktionen. Eine Stimmstörung kann sich in einer andauernden Veränderung des Stimmklangs, der Stimmhöhe, der stimmlichen Leistungsfähigkeit, der Rufstimme und der Atmung ausdrücken. Die Ursachen können hierbei sehr verschiedenen sein. Stimmstörungen treten zum Beispiel durch organische Veränderung, Fehlbelastungen und Überlastungen des Kehlkopfes auf. Auch durch Stimmlippenlähmung (Recurrensparese) können Stimmstörungen auftreten. Eine Stimmtherapie ist bei länger andauernden Stimmbeschwerden nach medizinischer Abklärung sinnvoll und notwendig.

 

Welche Symptome weisen auf eine Stimmstörung hin?

Die Symptome sind je nach Art der Stimmstörung sehr unterschiedlich. Die Stimme kann rau, heiser und belegt klingen. Sie kann aber auch behaucht, sehr leise oder tonlos (aphon) sein. Die Stimmlage/ Stimmhöhe kann betroffen sein, so dass man zu hoch oder auch zu tief spricht. Häufig ist die Stimme weniger belastbar- es kommt hierdurch zu einer raschen Stimmermüdung insbesondere bei längeren Gesprächspassagen. 

Die Ruhe- und Sprechatmung können ebenfalls beeinträchtigt sein.Die Luft reicht häufig nicht zum Sprechen nicht, teilweise kommt es hierdurch zu einem hörbaren Einziehen der Luft. Häufg ist die Atmung insgesamt zu schnell, zu flach und nicht tief genug.

Auch Missempfindung im Halsbereich wie Schmerzen, Fremdkörper- oder Trockenheitsgefühl sind häufig zu spüren. Es kann zu einem erhöhten Räusperzwang und Hustenreiz kommen. 

Neben der gestörten Sprechstimme kann auch die Singstimme (=Dysodie) betroffen sein. 

 

Was sind die Ursachen für eine Stimmstörung? 

Die Ursachen können sehr verschieden und komplex sein. Man unterscheidet funktionelle, organische und psychogene Ursachen- häufig treten aber auch Mischformen auf. Menschen in Berufen mit hoher Sprechbelastung sind besonders gefährdet. 

Funktionelle Ursachen sind z.B.: 

  • Überlastungen der Stimme im Berufs- oder Sprechalltag bei sehr hohen Redeanteilen und/ oder Sprechen unter hoher Geräuschkulisse (z.B. wie im Lehrberuf oder im Callcenter)
  • Fehlbelastung der Stimme z.B. Sprechen bei erhöhter Muskelspannung 
  • Veranlagung  

Organische Ursachen sind z.B.

  • Entzündliche Erkrankungen im Kehlkopfbereich (z.B. chronische Laryngitis, Refluxerkrankungen)
  • Organische Veränderungen der Stimmlippen (z.B. Knötchen, Ödeme, Verdickungen, Zysten)
  • Stimmlippenlähmungen (= Recurrensparesen)
  • Traumatische Veränderungen des Kehlkopfes (z.B. Verletzungen)
  • Laryngektomien (= Entfernung des Kehlkopfes), oder Kehlkopfteilresektionen (= Teilentfernungen des Kehlkopfes) als Sonderform der Stimmstörung 

psychogene Ursachen: 

  • Bei hoher psychischer Belastung kann es zu einer Stimmstörungen bis hin zu Stimmversagen kommen. Denn die Stimme ist der „Spiegel unsere Persönlichkeit“ und abhängig von der „Stimmung“.

 

Was sind Risikofaktoren für eine Stimmstörung? 

Die ersten Anzeichen einer Stimmstörung stellen sich meist schleichend ein, der Übergang von einer belasteten zu einer gestörten Stimme (Dysphonie/ Dysodie) ist fließend. Es gibt eine Reihe von Risikofaktoren, welche zu einer Stimmstörung führen können. Hierzu zählen:

  • Hohe Sprechbelastung im Beruf, im Alltag oder der Freizeit
  • Häufiges Sprechen bei hoher Geräuschkulisse
  • Wiederkehrende Infekte 
  • Wiederkehrende Kehlkopfentzündungen (= Laryngitis)
  • Angewöhnen von „falschen“ Sprechtechniken im Sinne einer Kompensation (meist unbewusst)
  • Angewöhnen einer Schonhaltung beim Sprechen (meist unbewusst) 
  • Häufiges Sprechen mit zu viel oder aber auch zu wenige Muskelkraft
  • Anspannungen im Schulter- Hals- und Nackenbereich 
  • Intensiver Gebrauch der Singstimme 

 

 

Was geschieht in der Stimmtherapie?

Untersuchung: In der logopädischen Befunderhebung werden die verschiedenen Bereiche der Stimme, der Atmung und des Sprechens analysiert- es wird z.B. der Stimmklang, die Stimmlage und die Atemtechnik beurteilt. Der Untersuchung geht ein intensives Gespräch (= Anamnese) voraus, indem Fragen über Ihre stimmlichen Empfindungen, den Verlauf der Stimmauffälligkeiten und über mögliche Ursachen gestellt werden. Durch die Kombination der Gesprächsinformationen, der logopädischen Untersuchungsergebnisse und der vorherigen medizinischen Ergebnisse kann ein individuelles Übungskonzept mit einem hohen Bezug zum Sprechalltag erstellt werden. 

Therapie: Die Therapie setzt sich aus den Bereichen Atmung, Stimme, Sprechen, Artikulation, Wahrnehmung, Haltung/ Körperspannung/ Bewegung, Gestik/Mimik, Persönlichkeit zusammen. Gemeinsam mit dem Therapeuten entwickelt der Patient ein neues Stimmbewusstsein und adäquate Stimm- und Atemtechniken, damit eine Entlastung des Kehlkopfes möglich wird. Die Übungen werden auf den Sprechalltag und die Bedürfnisse des Patienten individuell abgestimmt.

Beratung: Die Beratung beinhaltet die Aufklärung über die Ursachen und Auswirkungen der Stimmstörung. Der Patient erhält spezielle Hinweise zum verbessertem Umgang mit der Stimme im Alltag und wird über den Stimmapart und die Stimmbildung genaustens unterrichtet. Nur wenn die Bildung der Stimme und die gesamtkörperlichen Zusammenhänge dem Patienten bewusst sind, ist eine gezielte Veränderung möglich. 

Ziele: Das Ziel ist grundsätzlich die Wiederherstellung der stimmlichen Belastbarkeit im Alltag und im Beruf sowie das Wiedererlangen der ausreichende stimmlichen Kommunikationsfähigkeit. Die erarbeiteten Stimm- und Atemtechniken sollen ausreichend in den Alltag übertragen und im Alltag automatisiert werden. Dabei ist die eventuell zugrunde liegende Erkrankung zu berücksichtigen. Für eine langfristiger Veränderung ist der hohe Bezug zum Sprechalltag dringend erforderlich.

 

Welche Bereiche werden in der Stimmtherapie behandelt?

Stimme: Der Grundton entsteht im Kehlkopf durch die Bewegung der Stimmlippen. Diese werden durch die Ausatemluft in Schwingung versetzt. Mit Hilfe der „Sprechwerkzeuge“ und der gesamtkörperlichen Resonanz wird dieser "Primärton" anschließend ausgeformt. Das lockere Schwingen der Stimmlippen kann aber leicht gefährdet werden, wenn z.B. die Atmung nicht gleichmäßig fließt oder Anspannungen in der Kehlkopfmuskulatur bestehen. In der Stimmtherapie wird durch Sprech-, Summ- und Singübungen wieder ein optimales Schwingen der Stimmlippen ermöglicht. Durch die anschließende Erarbeitung von Stimmtechniken wird der Kehlkopf zusätzlich entlastet. 

Atmung: Ohne die Atmung ist die Stimmgebung nicht möglich. Sie ist sozusagen der Motor für die Stimme. In der Stimmtherapie wird die optimale Ruhe- und Sprechatmung als Basis für die weitere Stimmtherapie intensiv erarbeitet. Der Patient erlernt die kombinierte Brust- und Bauchatmung (=costo-abdominale Atmung). Außerdem lernt er die Atmung optimal auf das Sprechen abzustimmen und die Luft zu dosieren (= atemrhythmisch angepasste Phonation). Hierdurch kann die stimmliche Belastbarkeit deutlich verbessert werden und eine gesunde Art der Rufstimme erarbeitet werden. 

Sprechen/ Artikulation: Das Sprechen bezeichnet das Zusammenspiel von Zunge, Kiefer Lippen und Gaumensegel mit dem Ziel der Produktion von Lauten, Wörtern und Sätzen. Eingeschränkte Sprechbewegungen verhindern eine optimale Tragfähigkeit der Stimme und schränken die Verständlichkeit ein. Durch die Schulung der deutlichen Artikulation in der Therapie, wird eine Entlastung des Kehlkopfes und eine Resonanzsteigerung erzielt. 

Wahrnehmung: Die Wahrnehmung der aktuellen Gegebenheiten ist die Grundvoraussetzung für de Veränderung des Ist- Zustandes. Sie wird in der Therapie kontinuierlich geschult, damit der Patient die schädlichen Stimm-, Atem- und Sprechmuster erkennen und verändern kann. Ziel ist es hier die Wahrnehmung intensiv zu schulen. Nur so ist es nach dem Therapieende möglch Fehlzustände selbstständig wahrzunhemen und schnell zu regulieren- der Patient soll sein eigener "Stimmspezialist" werden. 

Haltung/ Körperspannung/ Bewegung: Gesamtkörperliche Fehlhaltungen können sich negativ auf die Atem- und Stimmfunktionen auswirken. Hierfür kann zu viel Spannung (= Hypertonus) oder zu wenig Spannung (= Hypotonus) verantwortlich sein. Eine Regulation insbesondere im Schulter- Hals und Nackenbereich und eine gesamtkörperliche Aufrichtung (Haltung) ermöglichen eine optimale Nutzung der Atemräume und eine Entfaltung der gesamtkörperlichen Resonanz. Je nach Art der Störung können Entspannungs- oder Akivierungsübungen notwendig sein.

Gestik, Mimik, Intention: Der adäquate Einsatz von Gestik und Mimik ist wichtig um das gesprochene Wort zu unterstützen. Durch den gezielten Einsatz wird die gesamtkörperliche Spannung reguliert. Der Kehlkopf und somit die Kehlkopfmuskulatur werde entlastet oder aber auch aktiviert. Unter Intention versteht man das Handeln mit einem bestimmten Ziel. Das Sprechen mit eindeutiger Zielvorstellung wirkt sich ebenfalls stimmentlastend aus. Insbesondere bei Sprecherberuf liegt hier ein Therapieschwerpunkt.  

Persönlichkeit: Die Stimme ist Ausdruck und Spiegel unserer Persönlichkeit. Sie fließt in alle Bereiche der Stimmtherapie ein und hat starke Auswirkungen auf die Stimme. Veränderungen der Stimme können auch Hinweise auf emotionale und soziale Konflikte sein. Dieser Punkt impliziert aber auch, dass die Therapie nach der „Persönlichkeit“ sprich nach den Wünschen und Bedürfnissen des Patienten ausgerichtet wird. Der Patient bestimmt die individuelle Gestaltung der Therapie mit. Die Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist die Eigenmotivation und somit die Bereitschaft zur aktiven Veränderung der Stimmgewohnheiten. 

Wie kann die Stimme im Alltag entlastet werden? 

Die folgenden Hinweise können eine Stimmtherapie nicht ersetzten. Sie sind als Hilfestellungen zu einer Gesunderhaltung der Stimme oder zu einer Linderung der Störung zu verstehen. In der Therapie werden weitere Hilfen erarbeitet:

  • Räuspern vermeiden, anstatt dessen Husten
  • Flüstern vermeiden- Flüstern ist keine effektive Stimmeschonung, sonder belastet die Kehlkopfmuskulatur erheblich!
  • Ausreichend Flüssigkeiten zu sich nehmen
  • Giftstoffe wie Nikotin oder Alkohol meiden
  • „Sanfte“ Bonbons lutschen (z.B. Emser-Salz-Pastillen, Isla-Moos, Salbeibonbons)
  • Scharfe Menthol- oder Pfefferminzbonbons vermeiden!
  • Meiden Sie sehr scharfe, sehr heiße und sehr kalte Speisen und Getränke. 
  • Achten Sie auf eine aufrechte Haltung und lockere Schultern
  • Achten Sie auf eine kombinierte Brust- und Bauchatmung!
  • Vermeiden Sie das aktive Einziehen der Luft beim Sprechen! 
  • Sprechen Sie nicht ohne Punkt und Komma!  
  • Sprechen Sie aus dem Bauch!
  • Sprechen Sie betont!
  • Artikulieren Sie deutlich und verschlucken Sie keine Endungen!
  • Vermeiden Sie lang anhaltendes Schnellsprechen. Sprechen Sie grundsätzlich langsam und bewusst!
  • Halten Sie Blickkontakt beim Sprechen!  
  • Gestik und Mimik entlastet den Kehlkopf und bringt die Stimme nach vorne.
  • Gönnen Sie sich nach einer Stimmbelastung ausreichend Stimmerholung.
  • Vermeiden Sie lang anhaltendes lautes und angestrengtes Sprechen. Sprechen Sie nur in Ausnahmefällen laut!

 

Weitere wichtige Informationen: 

Therapiedauer und Häufigkeit: Die Dauer ist abhängig von der Ursache und Ausprägung der Störung. Die Übungen in der Therapie haben einen sehr hohen Bezug zum Alltag. Hierdurch erzielt man eine rasche Verbesserung der Stimme. Eine individuelle therapeutische Anleitung und ein kontinuierliches Üben im Alltag sind hierfür die Voraussetzungen. Im Durchschnitt sind insgesamt 10-20 Therapieeinheiten erforderlich. Eine Einheit dauert je nach Verordnung 30- 60 Minuten. In der Regeln werden ein bis zwei Therapieeinheiten pro Woche durchgeführt. Eventuell wird nach einer Therapiepause eine Wiederaufnahme der Therapie zur Auffrischung oder Intensivierung erforderlich sein.

Therapiebeginn: Die logopädische Therapie sollte so früh wie möglich nach medizinischer Abklärung begonnen werden. Je nach Störungsursache ist manchmal auch erst eine rein medizinische Versorgung und Stimmschonung sinnvoll und erforderlich. Häufig erfolgt auch eine Kombination aus logopädischer und medizinischer Therapie. Der Arzt entscheidet über den Zeitpunkt der Aufnahme der logopädischen Therapie. 

Logopädische Verordnung „Rezept“: Damit eine Behandlung begonnen werden kann, ist die Ausstellung einer logopädischen Verordnung durch eine entsprechende medizinische Fachrichtung erforderlich (z.B. HNO-Arzt, Phoniater, Hausarzt). 

Stimmschulungen: Wenn keine medizinische Indikation für eine Therapie der Sprech- oder Singstimme besteht, kann eine Schulung aber häufig trotzdem sinnvolll sein. Durch eine Schulung kann eine ausdrucksstarke und belastbare Stimme erzielt werden oder aufrecht erhalten werden. Wir bieten daher auch private Schulungen an. Hier erhalten Sie weitere Informationen dazu.

Es gibt Sonderformen der Stimmstörungen:

Es gibt Sonderformen der Stimmtherapie, welche ebenfalls logopädische behandelt werden und zusätzliche Übungsprogramm verlangen: 

Störung der Gesangsstimme „Dysodie“ Bei regelmäßiger Nutzung der Singstimme im Beruf oder der Freizeit, kann es zu einer Störung der Leistungsfähigkeit und der Stimmqualität der Gesangsstimme kommen. Die Symptomen ähneln den Symptomen, die auch bei einer gestörten Sprechstimme auftreten könne. Von einer Störung kann dann gesprochen werden, wenn bereits bestandene Leistungen über längere Zeit eingeschränkt sind. Auch bei einer gestörten Gesangsstimme werden die oben beschriebenen Therapiebereiche behandelt. Einige Übungsbereiche werden bei dieser Störungsform intensiviert und durch zusätzliche Übungen ergänzt. 

Stimmstörungen bei Kindern: Auch bei Kindern kann bereits eine Störung der Stimm- und Atemfunktion vorliegen. Immer häufiger kommt es bei Kindern zu „Schreiknötchen“. Im Kindergarten und in der Schule sprechen sie unter hoher Geräuschkulisse und sprechen häufig über einen längeren Zeitruam sehr laut. Die Zahl der kindlichen Stimmstörungen nimmt stetig zu. In der Therapie wird selbstverständlich darauf geachtet, dass eine „kindgerechte“ Übungsgestaltung erfolgt. 

Stimmtherapie nach Laryngektomie/ Kehlkopfteilresektionen: Bösartigen Erkrankungen im Bereich des Kehlkopfes, machen teilweise eine operative Entfernung oder Teilentfernungen des Kehlkopfes erforderlich. In diesen Fällen ist das Erlernen einer Ersatzstimme erforderlich. Hierbei gibt es mehrere Möglichkeiten der Ersatzstimme. Die Art der Ersatzstimme ist von der Art und Ausprägung des operativen Eingriffs und der Grunderkrankung abhängig. Diese Form der Störung bedeutet starke Veränderungen im Alltag des Betroffenen. Auf diese Veränderung wird in der Therapie intensiv eingegangen. 

Rhinophonie („Näseln“): Hier kommt es zu einer Veränderung des Stimmklangs durch einen fehlerhaften Einsatz der Nasenresonanz. Es kommt zu einer zu geringen oder übermäßige Nutzung der Nasenresonanz. Man unterscheidet hierbei das offenen Näseln (Rhinophonia aperta)  und das geschlossen Näseln (Rhinophonia  clausa). Es können auch Mischformen (Rhinophonia mixta) auftreten. Häufig ist die Verständlichkeit und Artikulation bestimmter Laute beeinträchtigt. Das „Näseln“ kann auch ein Symptom einer Lippen- Kiefer- Gaumen- Segelspalte sein. In der Stimmtherapie wird dem nasalen Stimmklang z.B. durch die Kräftigung des Gaumensegels entgegen gewirkt. 

Dysarthrie/ Dysarthrophonie- Stimmprobleme bei neurologischer Ursache: Es handelt sich hierbei um eine Störung der Atem-, Sprech- und Stimmfunktionen nach Hirnschädigung oder bei neurologischen Erkrankungen. Es können Störungen der Stimmgebung, der Atmung, der Aussprache, sowie der Betonung (Prosodie) auftreten. Diese treten durch Lähmungen, Schwächungen, Verkrampfungen und Koordinationsstörung der am Sprechen beteiligten Muskulatur auf und sind Folge einer neurologischen Erkrankung, einer Nerven- oder Hirnschädigung.  Hier erhalten Sie ausführliche Informtaionen dazu -ausführliche Darstellung Dysarthrophonie 

  

Statement Sonja Heuschkel: 

Die Stimme ist für uns etwas selbstverständliches. So lange sie intakt ist macht man sich keine Gedanken über die Funktion des Kehlkopfes, der Stimmbänder und die gesamtkörperlichen Zusammenhänge. Wir brauchen unsere Stimme um im Alltag und im Beruf zu kommunizieren. Sie ist Ausdruck unserer Persönlichkeit. Sie bietet uns in der Sprech- und der Gesangstimme besondere Ausdrucksmittel um „Stimmung“ zu vermitteln. Aber was ist wenn sie nicht mehr "stimmt"? Es besteht im Sprechalltag bei hoher Sprechbelastung eine große Gefahr sich unbewusst Fehlhaltung und Fehlfunktionen anzueignen. Man setzt z.B. zu viel Muskelkraft ein oder beginnt lauter zu sprechen. Die ersten Anzeichen einer Stimmstörung bemerkt man meist nicht. Die Symptome bauen sich langsam und schleichend auf. Häufig führt man eine heisere Stimme erstmal auf eine Erkältung zurück. Man bemerkt erst nach Wochen, Monaten oder auch Jahren dass etwas nicht „stimmt“. In der Stimmtherapie erhalten Sie die Möglichkeit Ihre Stimme intensiv kennen zu lernen und sie wieder bewusst und ökonomisch einzusetzen. 

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